Fandom


Amygdala ist die Stadt der Angst, welche sich in jedem Gehirn befindet. Sie wird in einem Wort als wahnsinnig beschrieben. Das allgemeine Erscheinungsbild erinnert an eine Ansammlung von Ameisenhügeln gemischt mit Türmen, deren übergeordnetes Farbschema aus blau, rot und violett besteht. Der Boden ist weich, wechselt die Farbe und es blitzt in ihm.

Zum Einen gibt es zwar - obwohl die Stadt in einem Gehirn liegt - so etwas wie Tageszeiten. Zum Anderen sind jedoch alle gleichzeitig über der Stadt zu sehen, so dass sich ein Teil der Stadt am Morgen befinden kann, der nächste am Mittag, usw. bis zur Nacht.

In der ganzen Stadt ist eine andauernde kakophonische Musik aus unverständlichem Stimmengewirr zu hören und es liegt der Gestank von Adrenalin in der Luft. Die Atmosphäre ist drückend und voller schlechter Gedanken, die man, je näher man Amygdala kommt, mit immer mehr Sinnen wahrnehmen kann, bis man sie schließlich denkt. Normale Straßen gibt es nicht, sondern nur schluchtenartige Vertiefungen, welche zwischen den mit fenster- und türähnlichen Öffnungen versehenen Wohnhügeln verlaufen. Letztere sind jedoch keine wirklichen Gebäude, sondern Wahnvorstellungen, die wachsen und sich verändern können.

Grillo 01

Ein Grillo, Bewohner von Amygdala

Die Stadt ist die Heimat aller Ängste und Phobien. Sie manifestieren sich als die organischen Gebäude der Stadt. Die einzigen wirklichen Bewohner von Amygdala sind schlechte Gedanken, die Grillos, welche in den Türmen der Stadt und auch nur in Amygdala leben. Umso näher man auch nur der Grenze der Stadt kommt, desto mehr erscheint einem der Tod als eine echte Alternative zum Dasein in Amygdala.[1]


Die Weiche WandBearbeiten

Umgeben wird die Stadt von einer schützenden Kuppel, der Weichen Wand, welche jeder durchqueren muss, der in die Stadt will. Sie verändert sich laufend leicht, denn gebildet wird diese Wand durch die Irrschatten, die nach Amygdala streben und sich dann in der Wand auflösen bzw. zu dieser werden. Die Weiche Wand schützt nicht nur das restliche Gehirn vor Amygdala, sondern auch umgekehrt. Somit verhindert sie die Übernahme durch den Wahnsinn.

Sobald man beginnt, diese Hülle aus Irrschattensubstanz zu durchqueren, wird man "entwaffnet". Die Weiche Wand beraubt einen aller Eigenschaften, die einen stark machen. Bei den meisten Personen filtert sie also Zuversicht, Lebensfreude und Hoffnung heraus, bis man völlig geschwächt Amygdala gegenübersteht. Sobald man allerdings Amygdala wieder verlässt, auf welchem Weg auch immer, erhält man alle geraubten Eigenschaften wieder zurück, es sei denn, man wählt den Weg ins dunkle Herz der Nacht.[2]

Das dunkle Herz der NachtBearbeiten

Im Zentrum von Amygdala liegt ein gewaltiger Platz, in dessen Mitte sich das größte Gebäude Amygdalas befindet. Es ist ein fensterloser, doch ornamentierter, abwechselnd blau und hellroter Turm, welcher schlank und so hoch ist, dass die Spitze nicht zu sehen ist. Darin befindet sich das dunkle Herz der Nacht. Das Herz befindet sich am Ende des einzigen Saals des Gebäudes. Es ertönt laufend ein wasserfallartiges Rauschen vom Herz der Nacht. Dieses Geräusch dringt sogar bis nach Amygdala. Erzeugt wird es von all den Grillos, die sich in das Herz stürzen. Das dunkle Herz der Nacht selbst ist ein einziges hässliches schwarzes Loch. Ein Abgrund, der direkt in den Wahnsinn führt. Wer sich dort hinabstürzt, versinkt in totaler geistiger Umnachtung und ist dem Selbstmord bereits sehr nahe. Deshalb ist die Gefahr durch die Grillos derart hoch, wenn sie einen bemerken, denn sie ziehen einen mit in das dunkle Herz der Nacht.[3]


Thalamus
Um überhaupt nach Amygdala gelangen zu können, müssen Personen und Ideen den Weg über den Thalamus nehmen. Welchen Weg beispielsweise die Irrschatten oder Zergesser nehmen, ist unbekannt. Im Thalamus angekommen, muss bei einer der jeweiligen Egozetten eine Durchreiseerlaubnis sowie eine Eigenrisikoübernahme beantragt werden. Nach einigen obligatorischen Sicherheitsvorkehrungen kann man seinen Weg nach Amygdala gehen. Allerdings nicht ohne vorher gewarnt worden zu sein, dass dort der Wahnsinn regiert und eine Rückkehr sehr unwahrscheinlich ist.[4]

Reale AmygdalaBearbeiten

Die Amygdala ist ein Paar von kleinen Teilen des Gehirns, welche wegen ihrer Form auch Mandelkerne genannt werden. Entgegen früherer Annahmen, die wohl auch als Grundlage für die Darstellung hier dienen, ist die Amygdala nicht absolut notwendig bzw. alleine zuständig für Gefühle der Angst, Furcht und Schreck. Sie ist zwar daran beteiligt, ist aber vereinfacht als Art Verschaltungsorgan zur Wahrnehmung von Reizen und zum Auslösen von Reaktionen anzusehen.[5]


Quellenangaben

  1. Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr, Quintus Decimus - Das Traumiversum , S. 262-292.
  2. Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr, Sextus Decimus - Die Weiche Wand , S. 271-275.
  3. Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr, Septimus Decimus - Amygdala , S. 294-302.
  4. Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr, Duodecimus - Thalamus , S. 162-181.
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Amygdala
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.