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Der Zamonische Farbkreis mit Nachtigallerschwarz im Zentrum

Die Dunkelheitsforschung, Nachtigallik oder auch der Nachtigallerismus ist eine von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller begründete wissenschaftliche Disziplin, die allerdings wohl jeder Eydeet bereits im Kleinen betreibt. Die Erfolge der Dunkelheitsforschung sind unbestritten. So ist Dunkelheit ihr zufolge die mächtigste Energieform des bekannten Universums und kann sogar die Zukunft in Form eines Schubladenorakels vorhersagen.[1]

Allgemeines[]

Die Dunkelheitsforschung geht davon aus, dass Dunkelheit nicht nur die Abwesenheit von Licht, sondern selbst Energie ist. Licht und Dunkelheit gelten als gleichberechtigte Energiequellen. Dunkelheit sei nur eine andere Form von Beleuchtung, eine dunklere Form. Man brauche sie genauso nötig wie das Licht. Ohne Dunkelheit würde alles verdorren, es gäbe keinen Schlaf und keine Erholung. Ohne Finsternis gäbe es keine Energie und kein Wachstum. Die Nacht gebe einem die Kraft, den Tag zu überstehen. Der Grund, weshalb angeblich nur Nachtschlaf erholsam sei.[2]

„Dunkelheit ist pure Energie. Im Laufe des Tages verliert man diese Reserven wieder, man brennt aus, wird müde und muss wieder schlafen. In der Finsternis sammelt man wieder neue Kraft. [...] Ich bin sicher, dass man, wenn man nur nachts leben würde, niemals sterben müsste. Im Gegenteil! Man würde immer mehr Kraft sammeln und sich zu etwas entwickeln, das wir uns noch gar nicht vorstellen können. Intelligenz in höchster Konzentration, gepaart mit Unsterblichkeit. Ewiges Leben! Ewige Nacht! Ewige Intelligenz!“
— Prof. Dr. Abdul Nachtigaller über die Ziele der Dunkelheitsforschung

Herkunft[]

Eydeeten verfügen über mehrere Gehirne und gehören zu den intelligentesten Daseinsformen Zamoniens. In der Dunkelheit jedoch sind sie definitiv die intelligentesten Wesen, denn umso dunkler es um einen Eydeeten wird, desto klüger wird er auch. Der einzige bekannte Vertreter dieser Daseinsform, der sieben Gehirne besitzt, ist Prof. Nachtigaller.[3] Er gilt als brillianter Erfinder und wagemutig, wenn es um die Erprobung seiner Erfindungen geht. So konstruierte er einen Vibrationsgürtel, mit dem er sich durch die Finsterberge vibrieren wollte. Mitten im Felsmassiv fiel der Motor aus und Nachtigaller war in den Bergen und absoluter Finsternis gefangen. Für einen Eydeeten ein glückseliger Zustand. Diese vollkommene Dunkelheit verhalf Nachtigaller zu einem Intelligenzschub, der alle seine späteren Errungenschaften begründete und vor allem die Dunkelheitsforschung. Nachdem der Virationsgürtel wieder ansprang und Nachtigaller frei war, begann er die intensive Beschäftigung mit der Dunkelheit. [4]

Ein Nachtigalloskop

Nachtigaller richtete sich eine Dunkelkammer der besonderen Art ein, die niemand außer ihm betreten durfte. Er forschte darin nun daran, Dunkelheit noch dunkler zu machen.[5] Dafür erfand erst zunächst eine Einheit, um Dunkelheit messen zu können. Ein Nachtigall entspricht der Schwärze in einem geschlossenen Kühlschrank. Nachtigaller entwickelte im Laufe der Zeit die entscheidenden Geräte der Dunkelheitsforschung - das Nachtigalloskop und den Nachtigallerator.

Höhepunkt[]

Nachtigaller mit dem Nachtigallerator auf der Finsterniswolke

Die Dunkelheitsforschung hatte entdeckt, dass dunkle Materie und damit Dunkelheit die mächtigste Energieform des Universums ist. Sie ist älter als die Sterne und ist von besonderer Qualität. Nachtigaller gelang es mithilfe seiner Erfindungen, Teile dieser Dunkelheit aus dem Universum zu schneiden und in seine Dunkelkammer zu transferieren. Dort konnte er sie mit dem Nachtigallerator speichern, filtern und nach Belieben abfüllen. Die so gewonnene Finsterniswolke entpuppte sich allerdings als sehr negative und vorerst unbrauchbare Energieform. Erst Nachtigallers Schüler Blaubär kam auf den Gedanken, dass sich die kosmische Dunkelheit erst an die neuen Verhältnisse gewöhnen müsse.[6]

Nachtigaller gelang es nun nach einigen Jahren verstrichener Zeit, die Finsterniswolke mit dem Nachtigallerator zumindest etwas zu bändigen. Die Dunkelheit demonstrierte auch gleich ihre Stärke, als sie das mächtigste Element Zamoniens vernichtete und mit dem Professor das Weite suchte.[7]


Quellenangaben

  1. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Obenwelt – V. Grinzold und Löwenzahn , Das Sternenzelt, S. 303ff.
  2. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 6. Mein Leben in den Finsterbergen, Gebildete Bakterien, S. 170f.
  3. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 6. Mein Leben in den Finsterbergen, In der Nachtschule, S. 129f.
  4. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 6. Mein Leben in den Finsterbergen, Die Kammer der unausgereiften Patente, S. 138f.
  5. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 6. Mein Leben in den Finsterbergen, In der Nachtschule, S. 129.
  6. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 6. Mein Leben in den Finsterbergen, Die Dunkelkammer, S. 162-168.
  7. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 13. Mein Leben auf der Moloch, Die sieben Fragen, S. 655, S. 661-666, S. 671f.
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