Horken Smö war Wolterke und nach Hildegunst von Mythenmetz einer der größten Schriftsteller Zamoniens.
Jugend[]
Midgard
Seine Jugend verbrachte der in Midgard aufgewachsene Horken in Gralsund als Teil einer Gruppe von revolutionär eingestellten Schriftstellern. Dort lernte er Hildegunst kennen.
Gralsund
Die beiden Freunde hatten ähnliche politische und literarische Konzepte, die sie gemeinsam im sog. "Lindwurm-Manifest" proklamierten. Dieses Manifest nagelten sie an die Tür der Gralsunder Bibliothek. Bis darauf, dass es unter Studenten ein beliebter Brauch wurde, Manifeste an Universitätstüren zu nageln, hatte dieses Schriftstück keinerlei Auswirkungen.[1]
Die "Lindwurm-Bande", wie sich eine Gruppe um Hildegunst von Mythenmetz und Horken Smö nannte, tat allerlei Dinge, die junge Dichter glaubten tun zu müssen.
Blutschinkische Schmuggler brachten stark verdünnten und bearbeiteten Hexenhutpilztabak nach Gralsund. Mythenmetz und vier seiner Gefährten, darunter auch garantiert Horken Smö, rauchten jeweils nur einen Zug aus einer Pfeife mit diesem Tabak und hatten die seltsamsten Visionen. Als Mythenmetz im Wahn sein einziges Werk, das er nie veröffentlichen würde, schrieb, kümmerten sich seine Freunde um ihn und fütterten ihn manchmal, da er sonst verhungert und verdurstet wäre.[2]
Ende der Freundschaft mit Mythenmetz[]
Diese eigentlich tiefe Freundschaft zwischen Horken und Hildegunst zerbrach, als sich die beiden mittellosen Dichter um die Begleichung einer Wirtshausrechnung uneins waren. Ein Wort gab das andere und Horken forderte seinen Freund zu einem Duell. Mit einer Handarmbrust sollte auf den Kontrahenten geschossen werden. In der Nacht floh Hildegunst jedoch aus Gralsund.
Horken Smö, der vermutlich vergeblich auf seinen ehemaligen Freund wartete, geriet derart in Wut, als er erfuhr was Hildegunst getan hatte, dass er sich versehentlich selbst in den Fuß schoss. Wundbrand, eine Amputation des gesamten Beines und ein Holzbein waren die Folge.
Durch das Zerwürfnis der Freunde zerbrach auch die Lindwurm-Bande und jeder ging seiner Wege.
Weiterer Werdegang[]
Das folgende Wirken des Horken Smö schien durchaus von Erfolg gekrönt zu sein. Schließlich wurde er einer der gefeiertsten Schriftsteller des Kontinents. Viele Literaturpreise gingen an ihn, womit er Mythenmetz Konkurrenz machte.[3]
Auch wenn er oft auf von Mythenmetz initiierte Konzepte aufsprang, wie Rarlebewesendichtung[4], blieb er sich wohl dennoch treu. Ein Beispiel ist die Totmateriedichtung, die durch den Roman "Der sprechende Ofen" ins Leben gerufen wurde. In der Folgezeit konnte kein Buch verkauft werden, das nicht mindestens einen sprechenden Gegenstand zum Thema hatte. Auch Smö schrieb ein Buch dieser Richtung, "Jugenderinnerungen eines Blasebalgs", das nicht nur gelobt wurde wegen der Quantität lebender Dinge, sondern wegen der literarischen Qualität.[5]
Weitere Werke waren "Die Scherenspüler von Kleinkornheim"[6] und "Kein Kelch so weit".
Trotz der beendeten Freundschaft scheint zumindest Mythenmetz seinen Jugendfreund zu achten. Er nennt ihn einen "geschätzten Schriftstellerkollegen" und scheint auch regelmäßig Smös neueste Werke zu erwerben.[7] Inwieweit auch Smö ihn respektiert, ist unbekannt.
Offensichtlich hatte Smö ein Kind, dessen Name "Horken Smö Jr." lautet. Dies lässt entweder von einer ebenso großen Selbstverliebtheit Smös wie bei Mythenmetz schließen, oder aber einer besonderen Verehrung Smös durch die Person, die zusammen mit Smö dieses Kind zeugte.
Horken Smö jr. verfasste eine Biographie über seinen Elternteil mit dem Titel "Horken Smö - Dichter im Schatten - Der verheerende Einfluss des Erfolgs von Hildegunst von Mythenmetz auf das Gesamtwerk von Horken Smö". Bereits der Name des Werkes scheint darauf hinzudeuten, dass, zumindest von Horken Smö jr., Mythenmetz leidenschaftlich die Schuld daran zugeschoben wird, dass Horken Smö nicht der größte Schriftsteller Zamoniens wurde.
Doch diese Kritik scheint unberechtigt, da Smö wohl ein ganz gutes Leben geführt haben muss. Beruflicher Erfolg, eine Familie und auch ein eigener Verlag, denn das oben erwähnte Werk seines Kindes erschien im "Smö-Verlag".[8]
Quellenangaben
- ↑ Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Gralsund, S. 233f.
- ↑ Ensel und Krete, III. Das Haus , S. 204f.
- ↑ Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Gralsund, S. 234f.
- ↑ Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , S. 233.
- ↑ Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Der sprechende Ofen, S. 245.
- ↑ Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Gralsund, S. 234.
- ↑ Ensel und Krete, III. Das Haus , S. 204f.
- ↑ Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Gralsund, S. 234.