Der Mepp ist der Begleiter des Hamouli. Zusammen sind sie die zentralen Gestalten der Mythen um das Fest Hamoulimepp.

„Woher der Mepp kam, ist noch ungewisser. Wenn du mich fragst, lieber Hachmed, dann entsprang er ganz einfach dem Bedürfnis nach einer komischen Nebenfigur in dem ganzen Märchen. Daher hat der Mepp in manchen älteren Überlieferungen einen Buckel oder schiefe Zähne oder er schielt, humpelt, hat einen Sprachfehler oder sämtliche Behinderungen auf einmal. Manchmal wird behauptet, er könne kein F aussprechen, dann wieder, er würde lispeln oder stottern. Derartige Defekte fanden unsensible Leute früher komisch und leider ist dies auch heute noch so, da kann man nichts machen.

Das Hamouli und der Mepp bringen all die Geschenke zur Lindwurmfeste, die exklusiv für diejenigen Lindwurmkinder bestimmt sind, die das ganze Jahr widerspruchslos ihren Dichtpaten gehorcht haben. Die anderen, die ungehorsamen Kinder, bekommen gar keine Geschenke und werden vom Mepp mit einer Rute aus gebündelten Brenndisteln verdroschen, die man die Hamoulirute nennt. Ich erwähne nur noch, dass der Mepp dem Hamouli die Hamoulirute hinterherträgt. Wahrscheinlich nur, damit er selber die Kinder damit vermöbeln kann, denn das Hamouli rührt die Hamoulirute nie an, obwohl sie nach ihm benannt ist.“
— Verschriftliche Hörprobe des Hörbuchs Weihnachten auf der Lindwurmfeste
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