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Das Ormen ist eine "Sportart" der Buchlinge. Eigentlich ist sie dazu gedacht, dass sich der "Spieler" besser die Namen aller Buchlinge merken kann, wenn er sie vorher mühsam erraten hat.

„Wenn du gut in Zamonischer Literatur bist, wirst du die meisten erraten. Wenn du aber schlecht in Zamonischer Literatur bist, wirst du dich unsterblich blamieren. Das nennen wir Ormen.“
— Golgo zu Hildegunst von Mythenmetz

Beim Ormen finden sich alle Buchlinge zu einer kollektiven Versammlung zusammen. Danach tritt einer nach dem anderen vor. Dies sind stets Buchlinge, die dem Ratenden nicht bekannt sind. Ein vorgetretener Buchling trägt einen Abschnitt aus dem Gesamtwerk des Autors vor, dem er sein Leben verschrieben hat und nach dem er benannt ist. Nun muss erraten werden, von welchem Autor dieses Zitat stammt und wie also der vortragende Buchling heißt.

Die Auswahl des Zitats untersteht keinen festen Regeln, manche Buchlinge wählen besonders schwer zu erratende, andere besonders signifikante Stellen aus dem Gesamtwerk.[1]


Die einzigen bekannten Personen, die jemals die Namen der Buchlinge geormt haben, sind Colophonius Regenschein und Hildegunst von Mythenmetz. Es stellt sich die Frage, weshalb die Buchlinge dann dieses Ritual überhaupt besitzen, wenn sie es so gut wie nie anwenden können. Aber aus Golgos Aussage "Es ist erst das zweite Mal in der Geschichte der Buchlinge, dass einem Nichtbuchling diese Ehre wiederfährt." lässt sich schließen, dass auch neue Buchlinge ormen müssen, wenn sie erst mal eine gewisse Zeit damit verbracht haben, sich in der Zamonischen Literaturgeschichte zurechtzufinden.[2]


Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Stadt der Träumenden Bücher , 29. Das Ormen, S. 228-238.
  2. Die Stadt der Träumenden Bücher , 28. Die Lederne Grotte, S. 228.
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