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Unter Tod können zwei verschiedene Phänomene verstanden werden. Einerseits das Ende des Lebens bzw. der Existenz, andererseits die personifizerte Gestalt desselben. Storr der Schnitter unterscheidet dies gekonnt in Botschaft (Ende des Lebens) und Bote (Tod als Person). Über den Tod kann nicht viel gesagt werden, da er das Geheimnis ist, das wohl nie gelöst wird.

Das Gegenteil des Todes ist die Unsterblichkeit bzw. das unendliche Leben. Allerdings muss hier unterschieden werden zwischen Unsterblichkeit in Verknüpfung mit Unverwundbarkeit und Unsterblichkeit, die nur im Bezug auf einen natürlichen Tod gilt. Personen mit letzterer, also einem unendlichen Leben, können durchaus noch von einem gewaltsamen Tod ereilt werden, wie sich am Beispiel der Buchlinge zeigte.


Personifizierter TodBearbeiten

Der personifizerte Tod wird auch mit Namen wie Arger Schnitter, Sensenmann oder anderen belegt. So glaubt Hildegunst von Mythenmetz mehrfach, den Schnitter im Auge sterbender Personen zu sehen. Noch weiter geht die Geschichte von Yson Bro, der sterben wollte und vom Tod besucht wurde, der ihn daran hinderte und Yson schließlich in den Ewigen Tornado verbannte.


Achtung Spoilergefahr!


WeiterlebenBearbeiten

Totenköpfe
Obwohl der Tod eigentlich das ultimative Ende jeder Existenz bedeutet, so gibt es doch einige Arten, ihn entweder zu umgehen, rückgängig zu machen oder als Belebte Totmaterie weiter zu existieren. Dies geschah bisher nur bei einer einzigen Person, da die Umstände ungewöhnlich günstig waren. Rala wurde durch Smeik und die Unvorhandenen Winzlinge mit dem Unterblutboot wiederbelebt, da ihr Körper durch die Subkutane Todesschwadron zwar getötet, aber sonst völlig intakt war und nur noch durch einen "Wächter" der Todesschwadron geschützt wurde.

Zu Belebter Totmaterie wurden nach ihrem Tod Grinzold und Löwenzahn, die in ein Dämonenschwert gegossen wurden und so die Unsterblichkeit erlangten. Dank des Denkenden Treibsandes wurden die Toten Yetis im Zusammenspiel mit dem Ölsee ebenfalls als Totmaterie wiederbelebt, allerdings konnten sie erneut getötet werden, was sie schließlich auch alle selbst herbeiführten.

Alle anderen Formen von weiterer Existenz nach dem Tod sind Untote, die selten noch als die Personen gesehen werden können, die sie vor ihrem Tod waren, also wohl kaum "weiter"leben. Allerdings geben einige Ereignisse Hinweise auf eine tatsächliche Existenz nach dem Tod. Während er in der Wolper zu ertrinken droht, erlebt Rumo etwas, das jedoch wahrscheinlich nicht der Tod war, sondern eher eine Folge von Bewusstlosigkeit und Sauerstoffmangel. Insgesamt muss gesagt werden, dass der Tod tatsächlich das letzte große Geheimnis ist, selbst in Zamonien. Doch eine gewisse Form der weiteren Existenz scheint zu bestehen, wenn man dem wiedergekehrten Talon glauben darf.


Graphische AnspielungenBearbeiten

Walter Moers "versteckte" sowohl bei Danzelots als auch bei Kibitzers Tod diverse Hinweise auf ihr baldiges Ableben. In der Nähe der beiden ist eine fast abgelaufene Sanduhr sowie eine abbrennende bzw. abgebrannte Kerze zu sehen. Weiterhin ein Totenschädel bzw. ein kleines Dinosaurierskelett.[1]

Einige Zeichen sind bei Kibitzer einzigartig. Auf der Sanduhr von Kibitzer kriecht ein Wurm als Zeichen der Vergängnis. Auf Kibitzers Bücherregal stehen außerdem eine zerbrochene Uhr, auf der die Zeiger fünf Minuten vor zwölf anzeigen, und eine Miniatur des personifizierten Todes.[2]


Quellenangaben

  1. Die Stadt der Träumenden Bücher (Graphic Novel), Teil 1, S. 11.
  2. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Wiedersehen mit Kibitzer, S. 156f.
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