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Die Waldspinnenhexe (tarantula valkyriä) ist eine Riesenspinne, die ausschließlich im Großen Wald lebte und jagte.

Beschreibung Bearbeiten

Die Waldspinnenhexe wird bis zu acht Meter groß, ist im Allgemeinen schwarz und rotbraun behaart. Bei der Geburt hat sie vier Beine und alle hundert Jahre wächst ein zusätzliches. Ausgewachsene Waldspinnenhexen haben acht Beine, zwölf Augen, zwei schnabelähnliche Mäuler und eine trichterförmig spitz zulaufende Hornschicht, die entfernt an einen Hexenhut erinnert und ihr den Namen Waldspinnenhexe eingetragen hat.

Die Waldspinnenhexe gehört zu den Daseinsformen mit unfairen Lockmethoden. Auf ihren Fangnetzen sondert sie ein klebriges Sekret ab, das wunschtraumartige Halluzinationen verursacht. Verfängt sich ein Lebewesen in ihren Netzen, ist es unmöglich, davon wieder frei zu kommen. Es gibt keine chemische, pflanzliche oder sonstwie geartete Verbindung, die die Haftkraft des Waldspinnensekrets aufheben kann. Außer Wasser. Gelingt die Flucht jedoch nicht, erwartet das Opfer einen grauenvollen Tod.

HerkunftBearbeiten

Es besteht Grund zu der Annahme, dass die Waldspinnenhexe von außerhalb der Erde stammt und durch ein Dimensionsloch oder durch den Einfall eines Kometen erst in Zamonien aufgetaucht ist.[1]

Tatsache ist, dass sie mit Sicherheit schon seit einigen Jahrhunderten im Großen Wald lebte, da sie bereits in der uralten[2] Entstehungssage der Wolpertinger eine legendäre Schreckgestalt ist, die sich schließlich sogar als letzte gegen die Protagonisten behauptet.[3]

Der Wettlauf mit Blaubär Bearbeiten

Nachdem die Spinne schon lange so gut wie alle Lebewesen des Waldes verspeist hatte, verfing sich Blaubär in einem ihrer Netze und aufgrund seiner Schreie wurde sie geweckt.[4] Gerade als sie ihn erreicht hatte, konnte er sich befreien. Acht Stunden lang jagte sie hinter ihm her und hatte ihn gerade eingehholt, als er in ein Dimensionsloch stürzte und ihr entkam. Voller Erschöpfung zog sie sich in den Wald zurück und verstarb dort.

NachlebenBearbeiten

Waldspinnenhexenverbrennung

Die Waldspinnenhexe wird unprofessionell verbrannt

Als die Buntbären aus ihrer Knechtschaft von der Moloch zurückkehrten und den Großen Wald besiedeln wollten, fanden sie die Leiche der Spinne und verbrannten sie zusammen mit ihren Netzen. Während der Verbrennung stiegen Dämpfe auf und alle im Umkreis bekamen heftigste Halluzinationen. Übrig blieb nur der "Hut", der Kopfpanzer der Hexe, der sich als unzerstörbar erwieß und einfach vergraben wurde. Nach einiger Zeit begannen dort die sog. Hexenhutpilze zu wachsen.

Diese Ereignisse ließen das Sprichwort "Die Waldspinnenhexe hat ihren Hut liegengelassen" entstehen.[5]

WeiteresBearbeiten

Möglicherweise ist die Waldspinnenhexe keine Kreatur im eigentlichen Sinne:

  • Der Hut könnte eine Riesenspinne kontrollieren (vergleichbar dem Cordyceps-Pilz, der wirbellose Tiere zombifiziert, diese willenlos macht und ihr Verhalten manipuliert).
  • Hexenhutpilze gab es bereits lange vor dem Tod der Waldspinnenhexe. Sie scheinen mit Untenwelt in Verbindung zu stehen. Dass sie später auch an der Oberfläche wuchsen, scheint ein Hinweis darauf zu sein, dass etwas freigesetzt wurde, das viel älter ist als die Waldspinnenhexe.
  • Je nachdem, wie hoch der Wahrheitsgehalt von Ensel&Krete ist, gibt es auch andere Phänomene, deren Wirkung der des Waldspinnenhexensekrets entspricht.

Zusammenfassend könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Waldspinnenhexe nur eine Inkarnation eines viel älteren und größeren Phänomens war, welches Zamonien und auch weitere Teile des Kosmos zu durchziehen scheint.

QuellenangabenBearbeiten

  1. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 7. Mein Leben im Großen Wald, Mehrere Knödel, S. 225, 229ff.
  2. Die Stadt der Träumenden Bücher , 09. Colophonius Regenschein, S. 63.
  3. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Obenwelt – III. Wolperting , Die Geschichte von Prinz Kaltbluth und Prinzessin Silbermilch, S. 209-213.
  4. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 7. Mein Leben im Großen Wald, S. 235
  5. Ensel und Krete, II. Der Große Wald , S. 106.
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